Umbau 2019

Neue Profile: für Erzähler, für Entwickler

Seit jeher werden Nannenschülerinnen und -schüler in allen wichtigen Fertigkeiten des journalistischen Handwerks trainiert. Lehreinheiten zu Recherche und Schreiben, Themengespür, multimedialem Produzieren, Blatt- und Sitemachen stehen im Zentrum der Ausbildung. Und dort werden sie auch künftig stehen.

Zum klassischen Handwerk gehört es inzwischen aber auch, vertraut zu sein mit Social Media, mit Datenjournalismus, mit Videoschnitt. Immer mehr Redaktionen erwarten zudem von jungen Journalisten, künftig stärker auch publizistisch, unternehmerisch zu denken. Sich als “Entwickler“ zu engagieren, also Lust darauf zu haben, für journalistische Beiträge neue Technologien zu nutzen, neue Produkte zu entwickeln oder mit neuen Erlösmodellen zu experimentieren.

Um dieser Ausweitung des Journalismus gerecht zu werden, reicht die bisherige 18-monatige Ausbildung nicht aus; es gäbe zu viele unterschiedliche Lehreinheiten, zu wenig Chancen auf Vertiefung. Unsere künftige Ausbildung dauert zwei Jahre, sie umfasst eine halbjährige Grundausbildung sowie anderthalb Jahre, in denen jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit erhalten, schrittweise eigene Schwerpunkte zu erarbeiten, als Erzähler oder als Entwickler oder irgendwo dazwischen.

Wer diese Ausbildung beginnt, wird nicht präzise wissen, wo er landet. Aber er kann sich darauf verlassen, dass auf dem Weg dorthin drei große Verlage die individuellen Stärken und Neigungen nach Kräften fördern: mit jeweils zwei ausgewählten Praktika bei Gruner+Jahr, Spiegel und ZEIT, ergänzt durch Profil-Werkstätten an der Henri-Nannen-Schule.

Wir bieten Ihnen keine berechenbare Karriere. Stattdessen bieten wir, die Schule und die drei Verlage, Ihnen vielfältige Anreize, sich bei uns zu entwickeln, Ihre Leidenschaft für den Journalismus zu professionalisieren. Damit Sie den Einsatzort finden, der zu Ihnen passt, irgendwo zwischen Reportern und Nachrichtenredakteuren, zwischen Publishern und Produktentwicklern.