Auswahlgespräch

30 Minuten für einen guten Eindruck

Unsere Gesprächskommissionen bestehen aus zehn bis zwölf Leitenden Redakteuren der Verlage Gruner+Jahr, Spiegel und ZEIT, Dozentinnen und Absolventen der Journalistenschule. Bei jedem Auswahlgespräch befragen sie gemeinsam drei Bewerberinnen und Bewerber, 30 Minuten lang.

Sie stellen dabei keine bloßen Wissensfragen mehr – der Wissenstest ist bereits absolviert. Vielmehr geht es der Kommission darum, sich, soweit es die kurze Zeit erlaubt, ein Bild zu machen vom Wesen und von der Wachsamkeit der Kandidaten, von ihrer Haltung zu ganz unterschiedlichen Themen und auch von dem, was sie in ihrem Leben vorantreibt.

Nach der Gesprächsrunde vergibt jeder Juror eine Note. Die jeweils beste und schlechteste Note wird bei der Auszählung gestrichen, aus den anderen Bewertungen ergibt sich die Durchschnittsnote. Also auch dort, wo die Juroren um ein subjektives Urteil nicht herumkommen, versuchen wir, etwaige Ausreißer von Sympathie und Antipathie aus dem Ergebnis zu tilgen.

Das Auswahlgespräch wird künftig ergänzt durch ein zweites, kurzes Gespräch mit Aufgabenstellung. Dabei geht es darum, Bewerberinnen und Bewerber zu identifizieren, die als Journalisten auch „Entwickler“ sein möchten: die also Lust darauf haben, für ihre Beiträge  neue Technologien und Plattformen zu nutzen, neue Produkte zu entwickeln oder mit neuen Erlösmodellen zu experimentieren.